Was ist Gestalttherapie?

Schöne Mädchen praktizieren Yoga im Park, umgeben von Natur und Harmonie.
Saubere Kaskadenlandschaft mit grünem Ufer - Tourismusziel

Gestalttherapie

Die innere Haltung, die meiner Arbeit zugrunde liegt, basiert auf der Gestalttherapie.

„Gestalt“ begreift den Menschen in seiner Einzigartigkeit, als unlösbare Einheit von Körper, Geist und Seele und nimmt ihn mit all seinen Gedanken, Empfindungen und Bedürfnissen wahr.

„Gestalt“ ist ein ganzheitliches Psychotherapieverfahren aus dem Bereich der Humanistischen Psychologie. Entwickelt wurde sie vor allem von Fritz und Lore Perls. „Gestalt“ verbindet die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Gestaltpsychologie mit der Ich-Du-Haltung der existentialistischen Philosophie Martin Bubers und stellt die Kontaktfähigkeit, die Bedürfnisse und das Erleben des Klienten in den Mittelpunkt. Dies geschieht im „Hier und Jetzt“, wo sich vergangene, nicht bewältigte Lebenssituationen wieder zeigen können. Weitere zentrale Elemente des begleiteten Prozesses sind die Schulung der eigenen Wahrnehmung, das Fördern der Selbstunterstützung, die Entwicklung von Selbstvertrauen und die Entdeckung der eigenen Lebendigkeit. Dadurch entstehen neue Wahlmöglichkeiten im Kontakt mit sich selbst und anderen. Außerdem geht es um die Annahme seines Selbst, mit allen vermeintlichen Mängeln und Fähigkeiten. Ganz im Sinne von dem bekannten Gestalttherapeuten Werner Bock:

„Was ist, darf sein. Was sein darf, kann sich verändern.“

Was versteckt sich hinter dem Konzept „Gestalt“?

Der Name „Gestalt“ leitet sich aus der Gestaltpsychologie ab. Hier wurde, Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt, dass Menschen in dem, was sie wahrnehmen, sinnhafte Zusammenhänge bilden. Wir sehen beispielsweise bei einer kreisförmigen Anordnung von Punkten nicht nur die einzelnen Punkte, sondern als Ganzes gesehen einen Kreis. Wir nehmen Ganzheiten wahr, indem wir unsere Eindrücke in einen Sinnzusammenhang stellen.

Ähnlich „funktioniert“ auch unsere Psyche. Wir wollen unsere Erfahrungen und den Kontakt zu anderen Menschen und unserer Umwelt als „rund“ erleben – Gestalten schließen. Wenn uns das nicht gelingt, bleibt eine Irritation bestehen. Wir bleiben mit unseren Gedanken bei dieser Situation haften, da es zu einer Unterbrechungen im Kontakt gekommen ist. Dadurch suchen wir unbefriedigt z.B. nach Erklärungen – „die Gestalt wurde nicht geschlossen“. Wir haben in der jeweiligen Situation wieder so gehandelt, wie wir es auch oft zuvor getan haben. Wir fühlen uns unzulänglich, eingeschränkt in unserer Handlungsfähigkeit, da wir nicht spontan und frei reagieren konnten. Solche Muster tauchen immer und immer wieder in unterschiedlichen Zusammenhängen auf und uns scheint keine Möglichkeit zur Verfügung zu stehen alternativ zu handeln. Diese Kreislauf kostet uns Energie, die uns in unserem Leben fehlt. Hier setzt die Gestalttherapie an.